Sabine Cutner

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De
Warum sie immer wieder zu ihm zurückgeht
10.12.2017 18:18

Sie sagt :
„Er behandelt mich schlecht.“
Sie streiten sich ständig.
Sie spricht von Grenzüberschreitung.
Sie schließt sich im Bad ein.
Ruft eine Freundin an.
Bittet um Hilfe.
Sie trennen sich.
Sie kommen wieder zusammen.

Nichts ist gut.
Es ist schwer.
Es verlangt viel ab.

Sie erkennt, wie sehr er ihr dient,
durch sein Fehlverhalten.
Sie sieht ihr Fehlverhalten.
Sie kann sich selbst in ihm sehen.
Sie lässt sich wieder auf ihn ein.

Sein „Da sein“ war am Anfang für sie mit Angst besetzt.
Sie hatte große Angst vor ihm.

Aber etwas war anders,
ER war anders.
Mit seiner Hilfe überwand sie Ihre
Angst.
Sie erkannte, wie ihn die Trennung läuterte.
Wie auch er Prozesse durchlaufen hat und das er die Zeit genutzt hat, über sich nachzudenken.

Sie liebt ihn als Mensch,
weil sie sehen kann,
wie er alles versucht.
Wie er sich seiner Dämonen zuwendet. Sie ansieht, sich ansieht.
Wie er Bewegung in sich bringt.

Veränderung durch erkennen und
gefühltes Verstehen.
Oft noch stößt er an sein Ego,
an seine Grenzen, die sich in Wut und Widerstand ausdrücken.
Das ist schwere Arbeit,
die viel starken Willen abverlangt.
Der Verstand will den einfacheren Weg. Der Verstand rebelliert.

Es ist das Herz, das kontinuierlich
und mit sanftem Nachdruck aufmerksam macht. Weich macht.
Zusammenführt, was zusammen gehört.

Die aus dem Chaos entstehenden Konsequenzen:
„was hat es mit ihnen gemacht“,
wie sie miteinander umgegangen sind, treten jetzt hervor.
Zeigen auf, was geschehen ist,
wie sehr sie sich verletzten.
Sie haben JETZT die Chance daraus zu lernen.

Liebe währt ewig. Wenn ich wirklich liebe, dann endet sie nicht.

Klar, nach einer solchen
Dramatik in der Beziehung,
stellt sich natürlich schwere Verletztheit ein, Mißtrauen und Skepsis. Auch körperliche Abneigung:das Feuer der Erotik ist erloschen. Bildlich sitzen sich 2 Schwerverletzte gegenüber.

All das kann man wieder entfachen,
wenn beide bereit sind, in den Spiegel zu schauen.
Mit viel Geduld,
mit viel : ich lasse dich sein.
Mit viel Mut.

Wenn beide sich trauen, offen und mutig auf ihr Schlachtfeld zu schauen, auf die sinnlose Verwüstung im Namen der Liebe.

Sie sagt, sie kann ihm alles vergeben. Was sie noch trennt ist,
mangelndes Vertrauen.
Sprich, sein Umgang mit
Verantwortlichkeit in ihrer Beziehung. Verlässlichkeit von Aussagen.
Wie authentisch ist das, wie er sich selbst sieht und was er macht,
wie er handelt. Thema Selbstbild: „wie wäre ich gern oder bin ich, ich?
Die gleichen Fragen stellt sie sich selbst.

Das alles geschieht durch hinschauen, einfühlen und verstehen.
So ist es bei ihr, sagt sie.
„Ich sehe mich selbst in ihm.“
Habe erkannt und verstanden,
das nicht ER das „Problem“ ist,
sondern meine Denk und Umgangsweise über mich selbst.

Er ist okay, wie er ist.
Es ist okay, wie ich bin.
Immer mehr fühlt sie sich hinein,
in Situationen und Menschen,
erkennt immer besser, was sie möchte, braucht und will, um ihr Leben zu gestalten.

Liebe zu empfinden,zu ihren
Macken,Schwächen und Fehlern.
Sie anzunehmen und zu sagen,
„Ja, so bin ich. „
Wenn du mich so nicht lieben kannst, nicht mit mir sein kannst,
dann versuch nicht, mich zu ändern, zu manipulieren, zu beeinflussen oder mir ein Gefühl zu geben, als wäre ich Schuld,schlecht oder falsch. Liebe mich so, wie ich bin. Sag mir, was du siehst, aber zwing mich nicht hinzuschauen, wenn ich es noch nicht will oder kann.

Sie hat verstanden,das sie ihn ebenso lieben und annehmen möchte, wie er ist.
Sie hat auch gelernt: „wenn ich das nicht kann,wenn es mich belastet,
schwächt und im „frei sein“,
im „ICH sein“ einschränkt,
dann muss ich eine Entscheidung treffen. Dann kann ich es ihm sagen, wenn er es aber noch nicht
ändern kann, will oder möchte,
dann steht eine Entscheidung an.
Sie hat gelernt Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen
dieser Entscheidungen zu tragen.
Zu akzeptieren, das Liebe auch
ein „nein“ bedeuten kann.
Eine Trennung.
Wahre Liebe manipuliert nicht oder zwängt dem anderen etwas auf.
Auch sie möchte sich nichts mehr aufzwängen lassen und Situationen aushalten, die sie nicht mehr will,
die ihr nicht guttun,nur weil sie Angst vor den Konsequenzen hat.
Sie sagt, sie verliert den Respekt vor sich selbst und somit den Respekt vorm anderen.
Es schwächt sie und macht sie wütend. Sie sagt, sie wird ungerecht dem Menschen gegenüber, dem sie nicht traut zu sagen, was sie wirklich will. Sie gibt ihm die Schuld an ihrer Misere. Unfähig zu sehen, das sie nicht den Mut hat, es selbst zu tun.“

Sie respektiert sich und ihn.
Sie ehrt und liebt ihn.
Deswegen ist es gut,
wie es ist,
wie er ist,
wie sie ist.
Und genauso widrig ist es auch.
Das ist nicht leicht.
Niemand sagt das.
Da ist Unverständnis.
Da sind Freunde, die ganz viel „ich verstehe dich nicht“ äußern.
Die sich vielleicht abwenden.
Dich hängen lassen.
Die über ihn herziehen und über
ihn urteilen. Die ihn zum Täter machen und sie zum Opfer.
Die nur „entweder oder“ denken.
Aber nicht : sowohl als auch.

Sie sagt: ich bin nicht nur Opfer.
Ich bin selbst auch Täter.
Darüber war sie erschrocken. Es hat aber eine Tür geöffnet für Mitgefühl.

Sie sagt, ich spüre seine Liebe.
Ich spüre überhaupt das erste Mal
Liebe. Für mich, für ihn, für alles was ist. Egal wie es ist.
Er hat es sie gelehrt.
Und sie lehrt ihn.
Sie sagt: sie haben beide großes
Glück, das sie nicht losgelassen haben, sondern sich begleiten durch dieses Chaos der Verletztheit und dieser Egospiele.
Das sie nicht inflationär die Partner
wechseln wie ein paar Socken,
sondern einander begleiten, durch
die Stürme ihrer Gefühle,
in eine Welt des Verständnisses,
der Liebe.
Nein, sagt sie. Wir sind noch nicht am Ziel...wir sind auf dem Weg dorthin. Und wir wissen, es kann sein, das wir einander loslassen,...
...aber dann aus dem Gefühl der Freiheit heraus. Genauso wie sie freiwillig zusammen bleiben würden.

Sie gehen Hand in Hand,
sie berühren sich im Herzen....

.... die Stürme in ihnen werden schwächer und die Winde werden zur Nahrung ihrer Leidenschaft und entfachen das Feuer zu neuer Kraft.

Love ❤️BEE

Hey Mann
Meine innere Welt

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