Sabine Cutner

31
Ok
Das Karussel
31.10.2017 20:47

Ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt.
Keine Ahnung,
wem ich glauben konnte.
Keine Ahnung davon,
Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Ich selbst musste die Lüge sein,
um die Wahrheit in mir zu spüren.
Ich selbst musste manipulieren,
um zu spüren,
was Manipulation in mir auslöst:
ich verlor das Vertrauen in mich und somit in andere.
Ich musste selbst betrügen,
um zu spüren, wie blind es macht und den Verstand vernebelt.
Wie sich Betrug, Intrige und Lüge
in meinem Körper ausweiteten
wie eine Krebszelle.
Wie sich mein Herz schützte und einmauerte.
Wie Kälte durch meine Adern
floss und mich in Unbeweglichkeit hielt.
Ich spürte,
wie all das mein System vergiftete.
Wie meine Lymphe verschlackten
und sich Fettzellen in mir manifestierten.

Ich war so sehr mit mir
selbst beschäftigt und um
nicht zu „sterben“ saugte ich an dir.
Wir nahmen uns gegenseitig die
letzten Energiereserven.

Wie Kinder im Karussell
drehten wir Runde um Runde.

Bis ich ausstieg.
Mich selbst beobachtete.
Mir selbst zuhörte.
Den Blick in den Spiegel wagte.

Mich schämte.
Weinte.
Still wurde.
Immer wieder hinsah
Immer wieder aufsah
Immer wieder hinterfragte
Immer wieder Fehler machte
Immer wieder aufstand und
weiterging.
Mich in den Gesichtern der
anderen erkannte.
Mich in ihren Geschichten wiederfand.
Mich in ihren Gesten und Handlungen erkannte
Und wie aus diesen vielen
kleinen Puzzleteilen ein Bild wurde.
Von mir.

Ich bin eine Frau
Du bist ein Mann

Ich bin unberechenbar:
Wut und Zorn
Stille und schreien
Liebevoll und kratzbürstig
Traurig und Himmelhochjauchzend
lebte ich an deiner Seite.

Du der starke Mann,
Wut und Gewalt
schreien und zerstören
Liebevoll und zuschlagend
Traurig, verletzt und mißtrauisch
lebtest du an meiner Seite.

Der Krieg in uns ist ruhiger
geworden.
Da ist schon viel passiert
in Mann und Frau.
Da ist schon zartes Verständnis
und sanftes Vertrauen.
Da werden Brücken gebaut
und Blumen gepflanzt.
Ab und zu ziehen Wolken auf,
weht ein stürmischer Wind
und rüttelt und schüttelt an uns.
Da liegen manchmal immer noch Steine im Weg und wir werden getestet.
Da ist Müdigkeit,...
da sind manchmal noch Zweifel,
da ist maaaanchmal noch
Ungeduld.
Und ja, manchmal blitzt es auch noch aus unseren Augen.
Die letzten verkrusteten Versuche
des Egos sich durchzusetzen,
auf alte Wege zu ziehen.

Ich rieche die frische Erde
und sehe blauen Himmel.
Ich sehe bunte Wiesen
und grüne Wälder.
Ich gehe weiter,
den Blick geradeaus
und greife nach deiner Hand.

Danke für dieses Leben.
Danke für alles, was ist und
Sein wird.
BEE 🐝 in
Hope
Freedom
Love

Insel der Ruhe & Besinnung
Es ist Zeit für dich,Liebster

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