Sabine Cutner

Mein Bruder 

Es war der 2.12.1979 als mein Bruder tötlich verunglückte. Und am 20.08.1980 starb meine beste Freundin an Leukämie. Das war schwer für mich und ich spürte den Tod in einer Tiefe, die eine ganz besondere Erfahrung in sich trug.
Eine tiefes Verständnis für das Weggehen von Menschen, die ich liebte. 
Nicht leicht zu beschreiben, was ich da neben Schmerz und Verlust wahrnahm und spürte. Und dann gab es diesen einen Moment, 
einen wunderschönen Moment der absoluten Nähe zu beiden Verstorbenen. Ich fühlte mich zutiefst verbunden. Sie waren irgendwie in mir. Erst viel später erkannte ich, wie mich der Tod dieser beiden für mich wichtigen Menschen, verändert hatte. 

Dieses Gefühl dieser tiefen Verbundenheit war eine Erfahrung, die mich wissen und fühlen ließ, dass wir uns zwar körperlich lösen, aber die geistig, mentale Verbundenheit
nie verloren geht. Der Tod verlor im Laufe meines Lebens immer mehr an Schrecken und unheimlichen Bildern. Ich erlebte ihn als schön und liebevoll.

Mag sein, dass das Sterben manchmal grausam ist,
aber der Tod ist die Erlösung dessen und eine Befreiung 
aus der Enge des Körpers. 
So wie im Herbst, wenn die Blätter lautlos auf die Erde fallen.

Ich durfte erfahren, daß nichts stirbt. 

 

❤️ SABINE 🐝