Sabine Cutner

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Manchmal möchte ich es herausschreien....
10.12.2017 18:10

manchmal verzweifele ich an den Menschen und ihren Anmaßungen.
Es trifft mich tief im Herzen.
Es ist so wie bei einer zarten Pflanze, die sich mutig zeigt und ins Leben bohrt...
und dann kommt einer daher und latscht drauf ... 😞

Ich werde mich nicht mehr Menschen öffnen und hingeben,
deren Worte nur leere Phrasen sind. Werde mich auch keinem Menschen mehr erklären.
Es ist genug der Worte,
die nur dem dienen,
der sie benutzt um zu manipulieren und sich dabei Vorteile erschaffen will. Der Recht haben will,-
der Beweise will und selbst diese anzweifelt. Der mich klein und dumm halten will. Der diskutiert, weil er selbst nichts weiß.
Der zerfetzt und zerredet, was sich in mir als Wahrheit offenbart.
Es gibt so viele bereits verstorbene
Menschen : Dichter, Musiker, Poeten, Wissenschaftler usw,
die belächelt und ausgelacht wurden, für das, was sie lebten und vertraten.
Die in Depression verfielen, weil andere Menschen nichts besseres zutun hatten,als sie „anzugehen“.
Es wird zwar besser geworden,
aber dennoch ist es erträglicher, nicht zu reden.

Neulich schrieb ich einen Satz auf,
den ich in Grimms Morde fand:

"Die meisten Männer hörten für sie ohnehin nicht zu, um etwas zu verstehen, sie hörten nur zu um etwas zu erwidern."

Da zeigt, das es tatsächlich besser ist zu schweigen.

Um wahrhaftig SEIN zu können,
muss ich Erfahrungen machen.
Viele Erfahrungen und Erfahrungen
auf allen Ebenen des Seins.
Erfahrungen lösen Gefühle und Emotionen aus.
Je heftiger meine Emotionen sich
in gewissen Situationen zeigen,
so lehren sie mich etwas über mich.
Ich kann an ihnen wachsen oder
zerbrechen.
Oft haben mich meine
Gefühle und Emotionen weggerissen.
Ich verlor mich im Meer der Tränen.
Schwamm und kämpfte ums überleben. Sie beherrschten mich.

Es dauerte, bis ich erkannte,
das ich es in der Hand habe.
Das ich Möglichkeiten habe.
Das ich „gegen“ diese Emotionen
ankämpfen kann,
was mich allerdings Kraft
und wertvolle Energie kostet.
Was mich schwächt und krank
macht. Oder ich gebe mich ihnen
bewusst hin. Lerne ihren
Rhythmen und Bewegungen
zu folgen. Mache sie zu meinem Träger, meiner Kraft.
Nutze ihre Energie als „Turbo“
sozusagen 😀
Es nützt nichts gegen Emotionen anzukämpfen. Emotionen zeigen mir, wie ich eine Situation bewerte. Manchmal erkenne ich, wenn sich eine Situation anders erklärt,
ändert sich auch die Emotion.
Ich kann wütend auf Jemanden sein, weil er mich so behandelt, oder ich kann versuchen mir sein Verhalten zu erklären,
dann kann ich traurig sein,
dass er keine andere Möglichkeit findet, dann kann ich ihn aber auch loslassen und es berührt mich nicht weiter.
Und in einer anderen Weise gebe ich der Zeit Raum und hoffe,
dass wir uns irgendwann begegnen können, denn dieser Mensch ist mir nicht gleichgültig.
Somit finde ich es sinnvoll,
die Emotion zu ergründen,
was etwas mit mir macht,
um herauszufinden, wie ich darauf reagieren will und mich nicht von ihr beherrschen zu lassen.
Das ist das spannende im Leben,
in unseren Erfahrungen,
den Weg zu sich zu finden und in der Stille ruhen zu können.

Dieser Weg ist einsam.
Sehr einsam.
Er ist oft voll göttlicher Präsenz
und friedvoll.
Das sind wundervolle
Momente der Liebe und Einheit.
Jede Zelle, jede Faser...von den Zehen bis zu den Haarspitzen
bin ich erfüllt von diesem warmen
Licht, das mich umhüllt, trägt und
mit mir fliegt.
Ein Moment der Ewigkeit durchströmt mich.
Halten kann ich diesen Zustand
noch nicht.
Es kann immer noch passieren,
das mich etwas oder jemand
streift und ins wanken bringt.
Ich kipp nicht mehr um...
es wirft mich nicht aus der Bahn
es reißt mich nicht weg von mir.

Es macht mich traurig:
diese Blindheit
und Sturheit,
das Verkopfte und
manch Mauer hinter der ein
einsames verletztes Herz schlägt,
das danach schreit,
gefühlt zu werden.

Ich wünsche euch einen schönen Tag. 🌸 ❤️ BEE

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